Falzmarken und Falzlinien sind nicht dasselbe?
Falzmarken sind technische Produktionszeichen außerhalb des Endformats, die der Druckerei zeigen wo später gefalzt wird. Falzmarken werden kaum noch von Druckereien verlangt, da diese im Druckprozess ja nach Folder, automatisch angelegt werden. Falzlinien hingegen sind reine Gestaltungshilfen innerhalb des Layouts, damit du Inhalte korrekt positionieren kannst. Sie dienen nur der Orientierung und werden im exportierten PDF nicht mit gedruckt.
Für das Design sind Falzlinien sehr hilfreich: Du siehst wo später der Knick / die Falz sitzt und kannst Texte, Logos oder QR-Codes mit genug Abstand platzieren. Wenn Du Falzlinien nur zur Gestaltung brauchst, lege sie am besten als Hilfslinien an – zum Beispiel in Canva, Illustrator, InDesign oder Affinity. Hilfslinien werden nicht mitgedruckt und erscheinen nicht im exportierten PDF.
Falzlinien nicht sichtbar ins Design zeichnen
Zeichne Falzlinien nicht einfach als sichtbare Linien ins Design. Sonst können sie versehentlich mit gedruckt werden. Wenn eine Druckerei echte Falzmarken verlangt, müssen sie außerhalb des Endformats bzw. im nicht sichtbaren Produktionsbereich liegen.
Ob die Druckerei Deine Falzmarken wirklich benötigt, hängt vom Anbieter ab. Viele Druckereien erzeugen Falz- und Schnittmarken selbst im Produktionsprozess. Falzlinien hingegen sollten nicht sichtbar im Endformat angelegt werden. Entscheidend ist immer das Datenblatt der Druckerei.
Tipp: Halte wichtige Inhalte immer mit Abstand zur Falz. Bei Foldern sind ca. 5 mm Abstand zur Falzlinie ein guter Richtwert, sofern die Druckerei nichts anderes vorgibt.
Falzmarken sind technische Zeichen für die Produktion. Falzlinien sind Hilfen für Dein Layout. Wichtig ist, dass Falzlinien nicht versehentlich sichtbar im Druck-PDF landen.
Fazit: Wenn Du unsicher bist, ob Dein Folder richtig angelegt ist, prüfen wir Deine Datei gerne mit dem PRINT-CHECK-PRO. Wir kontrollieren Falz, Beschnitt, Sicherheitsabstände und PDF-Einstellungen vor dem Upload zur Online-Druckerei.


